Bahn frei für Heilbronns Inline-Läufer
Heilbronner Stimme 27. Mai 2005
Nachtlauf mit 5000 Teilnehmern
Am Frankenstadion herrscht am Mittwochabend Volksfeststimmung. Der erste Inline-Nachtlauf des Jahres zockelt in familienfreundlichem Tempo durch Heilbronn.
Gemächlich kommt der Inliner-Pulk nach dem Startschuss in Gang: Ein Pärchen fährt Hand in Hand, zwei sorgfältig frisierte Teenagerinnen schwatzen angeregt. Viele Eltern sind mit ihren Kindern gekommen. Die Stimmung unter den über 5000 Skatern erinnert an einen entspannten Familienausflug - es kommt schließlich gar nicht darauf an als erster anzukommen.
"Klar fährt Laura die ganze Strecke mit", sagt ihre Mutter. Die Vierjährige rollt topfit auf ihren winzigen Inline Skates. Kein Wunder bei 20 Übungskilometern pro Woche. Wer noch jünger ist, den schiebt die Mama eben im sportlichen Kinderwagen vor sich her.
Bei den Kindern die selbst fahren, achten die Eltern auf die komplette Schutzausrüstung: Helm, Protektoren an Händen und Knien. Bei den Jugendlichen ist da Helmtragen weniger angesagt. "Wenn man bloß auf der Straße fährt und keine Sprünge macht, finde ich das nicht nötig", sagt zum Beispiel Joachim Gehrig. Ihm ist ein Helm an diesem strahlenden Frühsommmerabend "sowieso zu warm".
Ernstere Verletzungen sind nach Angaben von Rainer Ehmann vom Organisationsteam des Nachtlaufs aber ausgeblieben. Er habe lediglich von einer Platzwunde an einem Kinn etwas mitbekommen.
Auf den 15,5 Kilometern im Heilbronner Stadtgebiet gehört den Skatern am Mittwoch endlich einmal die Straße. Streckenweise war der Gegenverkehr freigegeben - die Neckartalstraße jedoch hat die Polizei zwischen Böckingen und Neckargartacher Brücke sogar komplett abgeriegelt. Das freut die Inliner. Denn sonst kommt ständig jemand in die Quere, findet Andreas Kalb - Fußgänger, Fahrrad- oder Autofahrer. Andreas Kalb und die anderen 5000 Mitfahrer dürfen sich den 22. Juni vormerken - beim nächsten Inline-Nachtlauf haben sie dann wieder freie Bahn.
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